Synagoge Schweich außen
Synagoge Außenansicht

Sehr geehrte Damen und Herren!


In der Verbandsgemeinde Schweich und vor allem in der Stadt Schweich gibt es Orte, die daran erinnern, dass es in der Vergangenheit über lange Zeit ein einvernehmliches Zusammenleben mit jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern gab: die Synagoge und der jüdische Friedhof in Schweich, die jüdischen Friedhöfe in Fell und Leiwen und das Haus der ehemaligen Synagoge in Mehring – um nur einige Beispiele zu nennen.

Seit 1941 ist dieses Zusammenleben durch die Gewalt der nationalsozialistischen Terrorherrschaft zerstört. Begegnungen und Erfahrungen aus dieser Zeit leben aber noch in der Erinnerung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern fort. Sie sollen aus Respekt vor den betroffenen Menschen und ihrer Geschichte nicht verloren gehen.

Zu diesem Zweck hat sich auf Anregung des Dekanats Schweich-Welschbillig eine Initiative gegründet, in der kommunale Einrichtungen, kirchliche Einrichtungen beider Konfessionen und die jüdische Kultusgemeinde in Trier ebenso vertreten sind wie Personen und Gruppen, die im christlich-jüdischen Dialog engagiert sind.

Dieser Projektgruppe „Jüdisches Leben in und um Schweich“ ist es gelungen, eine Ausstellung mit Dokumenten, Photos und Skizzen von 1939 bis zur Eröffnung der ehemaligen Synagoge als Kulturstätte im Jahr 1989 zusammenzustellen und auf zehn Tafeln zu präsentieren. Mittlerweile ist die Ausstellung um die Leiwener Tafel und die Klüsserather Tafel erweitert worden. Eine Feller Tafel ist in Bearbeitung.

Die Ausstellung ist auch als Wanderausstellung konzipiert und kann zu Ausstellungszwecken ausgeliehen werden.

Besondere Aufmerksamkeit verdient das sog. „Zeitzeugenprojekt“. Jugendliche von Schweicher Schulen und aus der offenen Jugendarbeit haben Schweicher Frauen und Männer zu ihren Erinnerungen an die damaligen schrecklichen Ereignisse befragt. Eine Installation in der Ausstellung wird diese bewegenden Dokumente der Zeitgeschichte via Bildschirm zeigen.
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Gefördert im Rahmen
des Bundesprogramms

VIELFALT TUT GUT.
Jugend für Vielfalt, Toleranz
und Demokratie