Wie alles begann...

Am 12. Februar 2009 trafen sich auf Initiative des Dekanates Schweich-Welschbillig Vertreter interessierter Institutionen und Einzelpersonen, um dem beabsichtigten Anliegen gerecht zu werden, alljährlich, anlässlich des Holocaustgedenktages (27. Januar) in der Synagoge in Schweich Veranstaltungen stattfinden zu lassen, die das Gedächtnis der Opfer bewahren und die bleibende Bedeutung der damaligen Ereignisse für unsere Gegenwart verdeutlichen sollen. Relativ schnell wurde klar, daß 2010 das "jüdische Leben in der Stadt und in den Orten der Verbandsgemeinde Schweich" im Vordergrund stehen sollte. 2 Projektideen wurden geboren:
Zum einen eine Ausstellung mit dem Titel "1339-1941. Jüdisches Leben in und um Schweich." und einem entsprechendem Rahmenprogramm. Diese Ausstellung wird in der Folge als Dauerausstellung auf der Empore der Synagoge zu sehen sein und kann auch ausgeliehen werden.

Zum anderen das Zeitzeugenprojekt, mit dem Ziel, Aussagen von Schweicher nichtjüdischen Bürgern über das Zusammenleben mit den jüdischen Einwohnern in der Zeit des Nationalsozialismus für die Nachwelt festzuhalten.
René Richtscheid vom Emil-Frank-Institut referiert über die Geschichte der jüdischen Bevölkerung

Um beides verwirklichen zu können, haben Dechant Fochs, Stadtbürgermeister Blang und Verbandsgemeindebürgermeister Biwer über das Amtsblatt der Verbandsgemeinde Bürgerinnen und Bürger gebeten, sich auf die Suche nach Dokumenten zu begeben, die über das Zusammenleben von jüdischen und nichtjüdischen Bürgern, nicht nur in der Zeit des Nationalsozialismus, berichten und diese, nach Möglichkeit, für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Im Aufruf wurden auch Menschen gesucht, die bereit waren über ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus dieser Zeit zu sprechen.

Alle, die zu den beiden Projekten einen Beitrag leisten wollten, wurden zum 8. Juli 2009 in die Synagoge in Schweich eingeladen. Zu diesem Treffen kamen elf Zeitzeugen, um von ihren Erinnerungen zu erzählen und zahlreiche interessierte Zuhörer. Die Zeitzeugen erklärten Ihre Bereitschaft, mit Schülern von Schweicher Schulen über die damaligen Ereignisse zu sprechen und sich dabei filmen zu lassen. Die Interviews wurden so dokumentiert und werden via Bildschirm in der Ausstellung gezeigt.

Die beteiligten Institutionen und Personen:

Verbandsgemeinde Schweich
Stadt Schweich
Dekanat Schweich - Welschbillig
Jüdische Kultusgemeinde Trier
KEB-Fachstelle Trier
Volkshochschule Schweich
Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Schweich
Emil-Frank-Institut Wittlich
Deutsch-Israelische Gesellschaft Trier
Pfarrgemeinde St. Martin Schweich
Evangelische Kirchengemeinde Ehrang, Pfarrbezirk Schweich
Levana Förderschule Schweich
Kinder- und Jugendbüro der Verbandsgemeinde Schweich
Offener Jugendtreff der Stadt Schweich
Jugendarbeit & Schulpastoral im Dekanat Schweich – Welschbillig
Hermann Erschens, Leiwen
Maria Wagner-Feller, Schweich
Josef Schmitt, Schweich
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© Dekanat Schweich-Welschbillig 2010
Gefördert im Rahmen
des Bundesprogramms

VIELFALT TUT GUT.
Jugend für Vielfalt, Toleranz
und Demokratie