; Jüdisches Leben in Schweich - von 1339 bis 1941 - Austellung 2010


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07.11.2016 / 20.00 Uhr

Ess is gewen a sumertog
Das Wilnaer Ghetto im Spiegel seiner Lieder

Roswitha Dasch (Geige, Gesang), Ulrich Raue (Klavier, Arrangements)

Synagoge Schweich außen

Die Wuppertaler Musikerin Roswitha Dasch ist mehrfach nach Wilna (Vilnuis) gereist, um vor Ort mit Zeitzeugen zu sprechen und historische Hintergrundinformationen zur Geschichte des Ghettos in Erfahrung zu bringen. So entstand eine Text-Musik-Collage, die anhand von Zeitzeugenberichten, wichtigen historischen Ereignissen und vor allem durch jiddische Lieder die Lebenssituation der jüdischen Bevölkerung im Wilnaer Ghetto in den Jahren 1941 - 1943 dem Zuhörer auf eine sehr eindringliche Art näher bringt. Diese Lieder wurden von jüdischen Komponisten und Dichtern im Ghetto verfasst und von Ulrich Raue für die Besetzung Gesang, Violine und Klavier arrangiert. Roswitha Dasch und Ulrich Raue lassen Musik erklingen, die den Menschen im Ghetto trotz aller Trauer und Verzweiflung immer wieder Mut und Hoffnung gegeben hat. Veranstalter des Abends ist die Projektgruppe "Jüdisches Leben in und um Schweich" des Dekanates Schweich-Welschbillig in Kooperation mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Schweich, der Volkshochschule Schweich, Kultur in Schweich e.V., der Pfarrei St. Martin Schweich und der Katholischen Erwachsenenbildung Trier im Rahmen der Kreiskulturtage 2016.

Termin: 7. November 2016
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: ehemalige Synagoge, Schweich
Kostenbeitrag: 8,00 €
Karten sind erhältlich über die Verkaufsstellen von „Ticket Regional“ und an der Abendkasse.

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21.09. - 10.10.2015 / 19.30 Uhr

Ausstellung Anne-Frank

www.deine-anne-in-schweich.de
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20.01.2015 / 19.30 Uhr

Festakt zur Erweiterung der Dauerausstellung „Jüdisches Leben in und um Schweich“



Im Rahmen eines Festaktes wird am Dienstag, dem 20. Januar 2015 um 19.30 Uhr in der ehemaligen Synagoge in Schweich die neu erstellte Tafel „Jüdisches Leben in Klüsserath“ der Öffentlichkeit vorgestellt und in die Ausstellung aufgenommen.

Referenten: René Richtscheid, MA, Emil-Frank-Institut Wittlich und Hermann Erschens, MA, Leiwen

Musikalische Gestaltung: Birgit Traut und Martin Waxweiler, Gitarre

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger laden wir herzlich ein.

Projektgruppe „Jüdisches Leben in und um Schweich“ des Dekanates Schweich-Welschbillig

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26.01.2014 / 19.30 Uhr

Wo ist Haika?

Lesung mit Musik. Text von Christine Holch.

„Wo ist sie, die ukrainische Zwangsarbeiterin, die mitten im 2. Weltkrieg bei Opa Haushaltshilfe war? – Und warum hatten wir überhaupt eine Zwangsarbeiterin?“ (aus einem Artikel der Zeitschrift „chrismon“ von Christine Holch) Die Autorin beschreibt wie ihre detektivische Suche nach der ukrainischen Zwangsarbeiterin der Großeltern alte Gewissheiten ins Wanken bringt und schließlich neue Freundschaften begründet.

Ausführende:
• Johannes Metzdorf-Schmithüsen und Georg Mertes (Wort)
• Hany Heshmat, Gitarre
• Vania Lecuit, Violine

Termin: 26.01.2014
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Ort: Synagoge Schweich
Veranstalter: Projektgruppe "Jüdisches Leben in und um Schweich" in Kooperation mit dem Dekanat Schweich-Welschbillig, der VHS Schweich, Kultur in Schweich e.V., und der KEB-Fachstelle Trier.

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04.11.2014 / 19.30 Uhr

Lesung "Juden im Ersten Weltkrieg"


In der Lesung wird aus Briefen und Feldpostkarten von Leo Scheuer aus Trier vorgetragen, die dieser als jüdischer Soldat von der Westfront in die Heimat geschickt hat. An dem Abend wird der Enkel von Leo Scheuer, Raymond Wolff anwesend sein. Er ist Mitherausgeber eines Buches, in dem die Korrespondenz seines Großvaters veröffentlicht wird. Verbunden wird die Lesung an diesem Abend mit dem Schicksal zweier jüdischer Gefallener des Ersten Weltkriegs aus Schweich.

Termin: Dienstag, 4. November 2014
Ort: ehemalige Synagoge Schweich
Zeit: 19.30 Uhr
Referent: Raymond Wolff

Dies ist eine Veranstaltung der Projektgruppe „Jüdisches Leben in und um Schweich“ in Kooperation mit dem Dekanat Schweich-Welschbillig, der VHS Schweich, der KEB-Fachstelle Trier und „Kultur in Schweich“.
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22.10.2013 / 17-18.30 Uhr

Feierstunde zur Vorstellung der Informationstafel am Jüdischen Friedhof in Schweich mit Friedhofsführung

Die Stadt Schweich lädt im Namen aller, die das Projekt „Jüdisches Leben in und um Schweich“ tragen, zu einer Feierstunde ein, in der die neue Informationstafel am Jüdischen Friedhof vorgestellt wird. Erarbeitet wurde die Tafel von Hermann Erschens (MA) aus Leiwen und René Richtscheid (MA), Geschäftsführer des Emil-Frank-Instituts in Wittlich. Im Rahmen der Veranstaltung werden Herr Richtscheid und Herr Peter Szemere eine Führung auf dem jüdischen Friedhof anbieten. Männliche Besucher werden gebeten eine Kopfbedeckung zu tragen. Für Besucher, die keine eigene Kopfbedeckung besitzen, kann ein Kippa zur Verfügung gestellt werden.

Termin: Dienstag, 22.10.2013, 17.00-18.30 Uhr, Ort: Jüdischer Friedhof, Gartenstraße
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06.11.2013 / 19-21.15 Uhr

Ich will dich – Begegnungen mit Hilde Domin

Filmvorführung mit der Filmemacherin Anna Ditges

„Ich will dich“ ist ein persönlicher direkter Film über Leben und Werk der Dichterin Hilde Domin – gedreht von einer fast 70 Jahre jüngeren Filmemacherin. Anna Ditges hat die Grande Dame der deutschen Nachkriegsliteratur mit der Kamera durch die letzten zwei Jahre ihres langen und spannungsreichen Lebens begleitet.

Eine junge Filmemacherin entdeckt die Lyrik Hilde Domins und beschließt die berühmte Dichterin kennenzulernen. Sie trifft auf eine wache, unkonventionelle 95-jährige in einer Wohnung voller Bücher, Rosen und Erinnerungen – mit einer Lebensgeschichte, in der sich das letzte Jahrhundert spiegelt. Hilde Domin, Jahrgang 1909 erzählt mit großer Offenheit aus ihrem spannungsreichen Leben: von ihrer Kindheit in Köln, von 22 langen Jahren im Exil, von der Rückkehr nach Deutschland und ihrer späten Karriere als Dichterin, Zum ersten Mal spricht sie vor der Kamera über Erwin, die große Liebe ihres Lebens und über die Einsamkeit im Alter. Themen, die der individuelle Blick der Filmemacherin in ausdrucksstarken Bildern festhält.

Anna Ditges, Jahrgang 1978 hat Hilde Domin immer wieder besucht und die alte Frau in ihrem Alltag, auf Reisen und quer durch ihre Erinnerungen begleitet – fast zwei Jahre lang bis zum Tod von Hilde Domin im Februar 2006. Mit „Ich will dich“ ist ein intimer und bewegender Film entstanden, der in seiner Konzentration auf das Wesentliche ähnlich präzise und eindringlich ist wie die schnörkellose Lyrik der Hilde Domin.

Termin: Mittwoch, 06.11.2013, 19.00 – 21.15 Uhr
Ort: Synagoge, Schweich
Veranstalter: Dekanat Schweich-Welschbillig in Kooperation mit der KEB-Fachstelle Trier, der VHS Schweich und Kultur in Schweich

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27.01.2013 / 19-21 Uhr

Konzert zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus


Das Reed-Quintett Trèves-Punkt spielt Werke von Rameau bis Ravel, auch Werke jüdischer Komponisten kommen zu Gehör. Wortbeiträge werden an das ehemalige jüdische Leben in Schweich erinnern und der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus gedenken. Musiker: Haruna Kingugasa – Oboe; Lothar Breitmeier – Klarinette; Nico Wouterse – Saxophon; Pawel Czekala – Bassklarinette; Joachim Gruber – Fagott; Evelyn Czesla - Sopran;

Wortbeiträge: Nico Wouterse, Peter Szemere, Matthias Schmitz

Ort: ehemalige Synagoge Schweich
Kostenbeitrag: 10,00 €


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16.02.2013 / 14 Uhr (Abfahrt)

Geführter Besuch in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert


In dem bei Reinsfeld im Hunsrück gelegenen Lager waren zwischen 1939 und 1945 mehr als 13.000 Männer aus 20 Ländern inhaftiert. Hier wurden sie von der SS misshandelt, zu unmenschlicher Arbeit angetrieben und in vielen Fällen grausam getötet. Seit 2005 gibt es ein Dokumentations–und Begegnungshaus. Die dort installierte Dauerausstellung informiert mit schriftlichen Dokumenten, Fotos, Filmen und zahlreichen Zeitzeugenberichten über die Geschichte des Lagers. Insbesondere wird an das Schicksal der Häftlinge aus verschiedenen Ländern und an die Opfer erinnert, denen hier ihr Leben genommen wurde. Der Besuch beginnt mir einem Einführungsvortrag in die Geschichte des SS-Sonderlagers/KZs Hinzert. Sodann werden die Gedenkstätte und die Arbeit des Dokumentations- und Begegnungshauses vorgestellt. Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen gibt es im Anschluss daran die Möglichkeit, das Gehörte nachwirken zu lassen und sich darüber auszutauschen. Mit einem vertiefenden Impuls, der die Erfahrungen des Nachmittags aufgreift, endet die Veranstaltung. Die Fahrt nach Hinzert findet im Rahmen des Projektes „Jüdisches Leben in und um Schweich“ statt. Termin: Sa., 16.02.2013
Abfahrt in Schweich: 14 Uhr, Stefan–Andres–Schulzentrum
Rückankunft in Schweich: 19 Uhr, Stefan–Andres–Schulzentrum

Referent: Georg Mertes, Gedenkstätte KZ Hinzert e.V.
Kosten: 15,00 €
Anmeldung bis spätestens: 04.02.2013 bei 06502/93745-0
oder dekanat.schweich-welschbillig@bistum-trier.de


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17.02.2013 / 17-19 Uhr

Hebräische Lieder mit Esther Lorenz – Konzert in der Synagoge Schweich


"Esther Lorenz hat eine hervorragende Stimme – ihr weiches Timbre und der melodische Ausdruck passen perfekt zu den hebräischen Liedern." (Nordsee-Zeitung). "Musik und Texte aus der Welt des Judentums weckten in den Zuhörern die Faszination für das Vertraute einer geheimnisvollen Kultur. Das Publikum dankte mit Begeisterungsstürmen." (Süddeutsche Zeitung). "Am Ende lösten sich die Zuhörer tief bewegt in der Erkenntnis, den uralten Puls des Judentums gefühlt zu haben – einen Atemzug lang." (Westdeutsche Allgemeine Zeitung).

Termin: So., 17.02.2013, 17-19 Uhr, ehemalige Synagoge Schweich
Kostenbeitrag: 10,00 €.


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30.10.2012 / 20.00 Uhr

Das Heilige Land in der Sicht der katholischen Kirche:
Aspekte einer komplexen Entwicklung seit der Begegnung Theodor Herzls mit Papst Pius X. im Jahr 1904


Als Theodor Herzl am 25. Januar 1904 in einer Privataudienz bei Papst Pius X. um Zustimmung zur Errichtung eines jüdischen Staates in Palästina warb, erklärte ihm das Kirchenoberhaupt: "Wir können die Juden nicht daran hindern, nach Jerusalem zu gehen, aber wir können dem niemals zustimmen." Auch spätere Bemühungen der zionistischen Seite, den Vatikan für die Idee der Gründung eines jüdischen Staates in Palästina zu gewinnen, scheiterten regelmäßig. Denn ein solches Vorhaben lief den Vorstellungen des Hl. Stuhls über die Zukunft Palästinas zuwider: Alle röm.-kath. Stellungnahmen waren durch die Solidarität mit der einheimischen christlichen Bevölkerung bestimmt sowie durch die Forderung des freien Zugangs zu den Hl. Stätten, insbesondere in Jerusalem.

Diese vatikanische Politik änderte sich erst mit dem Durchbruch zu einem neuen Verhältnis zum Judentum während des II. Vatikanischen Konzils (1962 – 1965) und der überraschenden Pilgerreise Papst Pauls VI. ins Hl. Land im Januar 1964. Es war damals die erste Auslandsreise eines Papstes seit mehr als 150 Jahren! Mit der Unterzeichnung des Grundsatzübereinkommens zwischen dem Hl. Stuhl und dem Staat Israel vom 30.12.1993 hat der Vatikan den Staat Israel endgültig anerkannt und volle diplomatische Beziehungen aufgenommen.

Prof. Dr. Reinhold Bohlen zeichnet in seinem Vortrag, unterstützt durch eine Powerpoint-Präsentation, diese komplexe und spannende Entwicklung nach, in der die Kirche die Aussage des Papstes Pius X. gegenüberTheodor Herzl völlig revidiert hat.

Referent:
Prof. Dr. Reinhold Bohlen,
Direktor des Emil-Frank-Frank-Institutes Wittlich,
Bischöflicher Beauftragter für den jüdisch- christlichen Dialog im Bistum Trier

Ort: ehemalige Synagoge Schweich
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24.03.2012 / 9.30 - 19.30 Uhr

Luxemburg in der NS-Zeit
Exkursion in die Stadt Luxemburg

Die Exkursion wird uns zu Orten in der Stadt Luxemburg führen, die auf markante Weise mit den Leiden der Menschen in Luxemburg während der Zeit des Nationalsozialismus verbunden sind. Folgende Programmpunkte sind geplant: Führung im Deportationsmuseum mit dem Museumsleiter Steve Kayser. Anschließend übernimmt Georg Mertes einen Stadtrundgang in Luxemburg, Dauer ca. dreieinhalb Stunden. Der Rundgang führt zu folgenden Orten: Cimtière de Notre Dame, Knuedler mit Rathaus, Place d' Armes, Großherzogliches Palais, Place Clairefontaine, Cathedrale Notre Dame mit Krypta und Gruft der Großherzoglichen Familie sowie "Gelle Fra". Ab 15.00 Uhr besteht die Möglichkeit die Stadt auf eigene Faust zu erkunden oder an einer Lesung im Café Memoire teilzunehmen.

Abfahrt: Schweich, Stefan-Andres-Schulzentrum Begleitung: Georg Mertes, Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V.
TN-Gebühr: 25 € (inclusive Busfahrt), abhängig von der Zahl der Mitreisenden kann sie sich entsprechend verringern Anmeldung: bitte bis 12. März 2012 an das Dekanatsbüro in Schweich, Telefon: 06502/93745-0 oder email: dekanat.schweich-welschbillig@bistum-trier.de

Kooperationsveranstaltung mit der KEB-Fachstelle Trier, dem Förderverein Gedenkstätte Hinzert und der Volkshochschule Schweich.
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27.01.2012 / 20.00 Uhr

Lesung zum Holocaustgedenktag 2012

Im Zusammenhang mit dem Holocaust-Gedenktag 2012 richtet die Projektgruppe "Jüdisches Leben in und um Schweich" ihren Blick auf unser Nachbarland Luxemburg.
"Stark genug, um alles zu tragen?" –Lesung aus dem Tagebuch der Yvonne Useldinger, geschrieben im KZ Ravensbrück.
Das Tagebuch der Luxemburgerin Yvonne Useldinger ist eines der wenigen geretteten Originaldokumente aus dem KZ Ravensbrück. Zwischen dem 3. Dezember 1944 und dem 27. Mai 1945 schildert die junge Frau ihre Erlebnisse, Sehnsüchte, Gefühle und Eindrücke. Die Autorin war seit ihrem 13. Lebensjahr politisch aktiv und lebte bereits vor Beginn der NS-Herrschaft im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Nach der Heirat mit Arthur Useldinger, einem führenden Kommunisten und Herausgeber der illegalen Zeitschrift „Die Wahrheit“ in Luxemburg wird Yvonne erstmals für zwei Wochen verhaftet. Sie muss jedoch aufgrund fehlender Beweise entlassen werden. Etwa ein Jahr später wird sie gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Bruder erneut verhaftet. Zu diesem Zeitpunkt ist sie kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes. Im Polizeigefängnis in Trier kommt ihre Tochter Fernande auf die Welt. Einige Wochen später, am 30. Juni wird Yvonne nach Ravensbrück verschleppt.
Die Einführung in den Abend liegt in den Händen von Dr. Kathrin Meß.
Es lesen Melanie Noesen und Johannes Metzdorf-Schmithüsen.
Die Lesung wird musikalisch begleitet von Hany Heshmat, Gitarre.

Der Lesung ist eine Kooperationsveranstaltung von der Katholischen Erwachsenenbildung – Fachstelle Trier, dem Förderverein Gedenkstätte Hinzert und der Volkshochschule Schweich.

Veranstaltungsort: Synagoge Schweich
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07.02.2011 / 20.00 Uhr

"Erweiterung der Ausstellung in der ehemaligen Synagoge Schweich"



• Einladungstext im Amtsblatt Leiwen
• Pressebericht
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25.10.2011 / 20.00 Uhr

Jüdisches Leben in und um Schweich 1339 - 1941

Vortrag "Schweicher Juden in der Zwischenkriegszeit"

"Das waren doch ganz normale Schweicher", berichtet eine Zeitzeugin über die jüdischen Einwohner von Schweich. Andere Zeitzeugen sind jedoch der Meinung, das Verhältnis zu ihnen sei "anders" gewesen und die Juden im Dorf seien als "anders" wahrgenommen worden. Mit der Frage von Zugehörigkeit und Nichtzugehörigkeit, Teilhabe am dörflichen Leben und Bereichen, in denen die jüdische Bevölkerung und die katholische Bevölkerung getrennt waren, beschäftigte sich der junge Historiker und Theologe Philipp Gemmel in seiner Examensarbeit. Seine Ergebnisse zur jüdischen Gemeinde in Schweich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts möchte er nun in seiner Heimatstadt am 25. Oktober 2011 um 20.00 Uhr in der Synagoge vorstellen. Dabei will der Referent auch einen Überblick von den Anfängen jüdischen Lebens in Schweich bis zur Vernichtung im "Dritten Reich" bieten. Im Zentrum wird allerdings das dörfliche Mit- und Nebeneinander von jüdischer und christlicher – mehrheitlich katholischer – Bevölkerung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stehen. Das Leben der Schweicher Juden wird Gemmel an konkreten Beispielen aus Vereinen, Arbeitswelt, Dorfpolitik, Schule usw. illustrieren. Im Anschluss an den Vortrag wird es bei Getränken und Laugengebäck die Möglichkeit zum Austausch geben. Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit mit der KEB, Fachstelle Trier.

Termin: Dienstag, 25. Oktober 2011, 20.00 Uhr
Ort: ehemalige Synagoge Schweich
Referent: Philipp Gemmel, Schweich

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19.11.2010 / 20.00 Uhr

"Mein Herz machst Du weit..."

Ein literarisch-musikalischer Abend mit Texten, übersetzt aus der hebräischen Bibel

Worte: Klaus-Michael Nix, Johannes Matzdorf-Schmithüsen, Kim Eifel

Musik: Gunther Hellwig (Oboe, Sopransaxophon, Flöten)
Benno C. Brands (Konzertgitarre, Klavier)

Anstelle von Eintritt bitten wir um eine Spende.

Ort: Synagoge Schweich

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06.03.2010 / ganztägig

Exkursion nach Struthof, Stätte des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler.

Das KZ Natzweiler-Struthof war ein Straf- und Arbeitslager der Nationalsozialisten nahe dem Ort Natzweiler im Elsaß, etwa 55 km südwestlich von Straßburg. Der rote Granit von Natzweiler-Struthof sollte auf Wunsch von Hitlers Architekt Albert Speer für den Bau des "Deutschen Stadions" in Nürnberg verwendet werden. Die Firma Deutsche Erd- und Steinwerke, ein SS-Betrieb, war auf den Abbau von Steinen spezialisiert und setzte Deportierte für die härtesten Arbeiten ein. Etwa 52.000 (männliche) Personen aus ganz Europa sowie aus nahegelegenen Gefängnissen wurden dorthin deportiert. 22.000 Personen starben infolge von Entkräftung, Kälte, Mangelernährung und lagerbedingten Krankheiten oder wurden direkt ermordet. Ins KZ Natzweiler-Struthof wurden auch gefangene Widerstandskämpfer (insgesamt 111 Frauen und Männer) gebracht, um dort hingerichtet zu werden. Heute erinnert das Museum sowie das 2006 eröffnete Europäische Zentrum des deportierten Widerstandskämpfers an die Geschichte dieser und anderer Konzentrationslager.

Abfahrt ist um 6 Uhr in Welschbillig an der Kirche, um 6.30 Uhr in Schweich am Stefan-Andres-Schulzentrum; Rückkehr um 17.30 Uhr in Schweich und um 18 Uhr in Welschbillig. Kalte und warme Getränke werden im Bus angeboten. Weitere Verpflegung bitte selbst mitbringen.

Preis: 25 Euro pro Person (inklusive Führung und Eintritt). Anmeldung bitte bis 25. Februar 2010 an das Dekanatsbüro in Schweich, Klosterstraße 1b, 54338 Schweich, Tel. 06502/93745-0, Mail: dekanat.schweich-welschbillig@bistum-trier.de.

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21.02.2010 / 11.00 Uhr

Abschlußkonzert zur Ausstellung.
"Lobe den Herrn meine Seele" (Psalm 103,1)

Die Psalmen werden von Juden und Christen gebetet. Mit ihnen treten beide vor Gott hin. Das Konzert bietet Psalmenvertonungen dar und Gebetstexte, die durch die Psalmen inspiriert sind. Ausführende: Vokalensemble St. Martin Schweich unter der Leitung von Johannes Klar.

Veranstaltungsort: Synagoge Schweich
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18.02.2010 / 20.00 Uhr

Vortrag: Die Pleite der Zocker.
Wörter jiddischer Herkunft im heutigen Deutsch.

Ereignisse und Akteure der Weltwirtschaftskrise, die im Jahr 2007 von den internationalen Finanzmärkten ausgegangen ist und viele Staaten in ernste Bedrängnis gebracht hat, wurden in der deutschen Presse und Öffentlichkeit außergewöhnlich oft mit Ausdrücken jiddischer Herkunft belegt. Dies lenkt das Augenmerk auf einen Teil des jiddischen Wortschatzes, der seit Jahrhunderten die deutsche Sprache bereichert und in der Gegenwart wieder zahlreich gebraucht wird. Anders als früher weiß man heute aber in der Regel nicht mehr, daß Wörter wie dufte und kess, betucht und mies, schmusen und zoffen, Macke und Malocher, Massel und Schlamassel, aber eben auch Pleite und Zocker aus der Sprache der Juden in die deutsche Alltagssprache gekommen sind. Im Vortrag wird die Geschichte dieses Wortschatzes nachgezeichnet, der viel über den Sprachkontakt und ebenso viel über die Bedeutung der Juden für die deutsche Geschichte verrät. Neben dem heutigen Gebrauch soll auch der frühere Missbrauch einzelner Wörter jiddischer Herkunft aufgezeigt werden. Sie sind nicht nur zur prägnanten Bezeichnung verwendet worden, sondern haben leider auch als Mittel der Diffamierung und Ausgrenzung gedient. Aus der Betrachtung einzelner Wortgeschichten lässt sich daher viel für einen nachdenklichen Sprachgebrauch lernen, aber auch ebenso viel für einen toleranten Umgang mit Minderheiten und mit Nachbarn.

Hans Peter Althaus ist emeritierter Professor für germanistische Linguistik an der Universität Trier und Experte für den jiddischen Lehnwortschatz im Deutschen. Seine Bücher‚ Zocker, Zoff & Zores. Jiddische Wörter im Deutschen', ‚Chuzpe, Schmus & Tacheles. Jiddische Wortgeschichten' und ‚Deutsche Wörter jiddischer Herkunft. Ein Lexikon.' sind international bekannt.

Veranstaltungsort: Synagoge Schweich
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05.02.2010 / 18.00 Uhr

Filmabend für junge Leute:
Der Junge im gestreiften Pyjama.

Regie: Mark Herman, 2008. Nach dem gleichnamigen Buch von John Boyne.
Der neunjährige Bruno, sein Vater ist SS-Offizier, weiß nichts von der Endlösung oder dem Holocaust. Er ist unberührt von den entsetzlichen Grausamkeiten, die sein Land dem europäischen Volk zufügt. Er weiß nur, daß man ihn von seinem gemütlichen Zuhause in Berlin in ein Haus in "Aus-wisch" verpflanzt hat, das in einer öden Gegend liegt, in der er nichts unternehmen kann und keiner mit ihm spielt. Bis er Shmuel kennenlernt, einen Jungen, der ein seltsam ähnliches Dasein auf der anderen Seite des Drahtzauns fristet und der, wie alle Menschen dort, einen gestreiften Pyjama trägt. Durch die Freundschaft mit Shmuel werden Bruno mit der Zeit die Augen geöffnet. Und während er erforscht, wovon er unwissentlich ein Teil ist, gerät er unvermeidlich in die Fänge des schrecklichen Geschehens von Auschwitz. Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) vergab das Prädikat besonders wertvoll.

Veranstaltungsort: Synagoge Schweich
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03.02.2010 / 20.00 Uhr

Vortrag: Die historischen Wurzeln des Nahostkonfliktes.

Nicht enden wollende Gewalt und ein unentwirrbares Geflecht verschiedener Interessen kennzeichnen seit Jahrzehnten die politische Lage im Nahen Osten. Vor 2000 Jahren von der Landkarte der Geschichte verschwunden, ist Israel auf einem Teil seines historischen Gebietes wiedererstanden. Die Staatsgründung im Mai 1948, Einwanderungswellen und immer wieder Krisen und Kriege, Friedensbemühungen und Absichtserklärungen - eine wahrhaft unendliche Geschichte. Die Hoffnung, den Nahostkonflikt auf gütlichem Weg mit einem fairen Interessensausgleich lösen zu können, ist schon oft zerstoben. Woran liegt das? Prof. Dr. Reinhold Bohlen, Direktor des Emil-Frank-Instituts in Wittlich, geht der Frage nach, wo die historischen Wurzeln dieses Konfliktes zu suchen sind. Denn die aktuelle Lage im Nahen Osten ist Ergebnis langwieriger Entwicklungen. Ohne ihre Kenntnis ist ein sachgemäßes politisches Urteilen und Handeln in dieser Region nicht möglich.

Anmeldung bitte bis zum 28. Januar 2010 an das
Dekanatsbüro in Schweich, Klosterstraße 1b, 54338 Schweich,
Tel. 06502/93745-0, Mail: dekanat.schweich-welschbillig@bistum-trier.de
Veranstaltungsort: Synagoge Schweich
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31.01.2010 / 15.00 Uhr

Führungen

Führung durch die Wittlicher Synagoge und die Ausstellung "100 Jahre Synagoge Wittlich" und Besuch des Emil-Frank-Instituts in Wittlich Die Führung durch die Synagoge dauert ca. 70 Minuten; der Besuch im Emil-Frank-Institut ca. 30 Minuten; hier ist auch Gelegenheit zu einem virtuellen Rundgang über den jüdischen Friedhof. Mit Prof. Dr. Reinhold Bohlen, Direktor des Emil-Frank-Instituts Wittlich.

Anmeldung bitte bis zum 26. Januar 2010 an das
Dekanatsbüro in Schweich, Klosterstraße 1b, 54338 Schweich,
Tel. 06502/93745-0, Mail: dekanat.schweich-welschbillig@bistum-trier.de.

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24.01.2010 / 11.00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung.

Festrednerin: Frau Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und Präsidentin der Israelischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Unter Mitwirkung des Streicherensembles des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums unter der Leitung von Martin Sons. Musik: 3 Streichersätze von der Renaissance bis zum Barock, unter anderem von John Dowland.

Veranstaltungsort: Synagoge Schweich
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jederzeit

Führungen durch die Ausstellung

Im Dekanatsbüro in Schweich können Schulklassen und Gruppen eine Führung buchen.

Kontakt: Dekanat Schweich-Welschbillig, Klosterstraße 1b, 54338 Schweich,
Tel. 06502/93745-0, Mail: dekanat.schweich-welschbillig@bistum-trier.de
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© Dekanat Schweich-Welschbillig 2010
Gefördert im Rahmen
des Bundesprogramms

VIELFALT TUT GUT.
Jugend für Vielfalt, Toleranz
und Demokratie